Schwitzen – Auch im Sommer ein gepflegtes Äußeres im Salon

Sommer! Endlich ist er da. In unserer Freizeit gehen wir ins Freibad, an den See oder machen es uns im Schatten gemütlich. Doch wenn wir in unserem Salon arbeiten, ist die Hitze nicht unbedingt so bevorzugt von uns Kosmetikerinnen, denn wir sollten trotz hohen Temperaturen und Schwitzen gepflegt aussehen und vor allem auch riechen. Sehr wenige sprechen darüber, trotzdem finde ich es ein wichtiges Thema, denn es ist nicht immer leicht von morgens bis abends bei 30 Grad im Schatten frisch auszusehen während wir eine Behandlung nach der anderen am Kunden durchführen. Und unsere Kunden erwarten von uns ein gepflegtes und frisches Erscheinungsbild, egal bei welchen Temperaturen.

Ersteinmal eine kurze Erklärung zum Schwitzen. Das Schwitzen ist eine Art Klimaanlage unseres Körpers. Es ist ein natürlicher und wichtiger Vorgang unseres Körpers zur Temperaturregelung. Die Feuchtigkeit, also der Schweiß an sich, der durch die Schweißdrüsen auf die Haut transportiert wird, ist eigentlich geruchlos. Der typische, vor allem für andere unangenehme, Schweißgeruch der riecht, entsteht erst wenn der Schweiß auf die Vielzahl von Bakterien trifft die wir so auf uns tragen.

Es gibt verschiedene Faktoren auf die wir Achten können um uns den Sommeralltag im Studio zu erleichtern. In erster Linie können wir auf die Wahl unserer Berufskleidung achten. Du kannst zwar dein Schwitzen nicht großartig beeinflussen aber es gibt Materialien in denen fühlt man sich trotz schwitzen wohler und es fällt nicht direkt auf, wie z.B. durch Schweißflecken. In T-Shirts sieht die Kundin recht schnell ob die Kosmetikerin schon einen langen Tag hinter sich hat, denn die enganliegenden  Shirts neigen dazu den Schweiß einzusaugen und so sieht man vor allem unter den Achseln Flecken, die auch beim trocknen gelb werden. Ich rate Dir zu einem Kittel. Ein sogenannter Kasack. Wenn Du nicht gewohnt bist in einem Kasack zu arbeiten, wird es Dir anfangs vielleicht komisch vorkommen, er wirkt etwas schwer und manchmal sogar störend, meiner Erfahrung nach gewöhnt man sich aber ganz schnell an diesen Kittel und will ihn vor allem wegen seinen Vorteilen nicht mehr missen. Er liegt nicht so eng an und der Schweiß kommt nicht so durch wie bei einem Shirt. Bei einer Hitze ist er eher luftig was für uns Kosmetikerinnen komfortabler ist und einfach viel gemütlicher wie ein enges klebriges Shirt. Es gibt sehr viele verschiedene Produzenten von Kasacken, wichtig ist jedoch die Passform, Du solltest dich wohlfühlen. Und auch das Material, ich empfehle ein Baumwolle-Polyester Mix oder Tencel. Beides ist sehr gut waschbar, was auch sehr wichtig ist um eventuell Kosmetik Kleckse aus der Kleidung zu bekommen. Was dazu kommt ist das so ein Kittel einfach ordentlich aussieht. Wenn Du dich so gar nicht mit einem Kasack anfreunden kannst, dann nehme doch einfach einige T-shirts zum umziehen mit in den Salon, so hast Du Wechselkleidung falls das unwohl Gefühl kommt. zwischendurch dann einfach im Bad etwas erfrischen und umziehen. Aber Vorsicht, übermäßiger Deogeruch ist auch nicht gerade angenehm für die Kundinnen.

 

Auch Deos gibt es auf dem Markt in verschiedensten Ausführungen und Düften. Jeder hat da seine Favoriten, aber weißt Du welche verschiedene Arten von Deos es gibt?

Wichtig zu wissen wäre in erster Linie, was der Unterschied zwischen Anti-Transparenten und reinen Deos ist. Anti-Transparetien oder auch Anti- Perspiranten hemmen die Schweißproduktion. Reine Deos hingegen wirken allein gegen den Körpergeruch.

Das wohl bekannteste Produkt gegen den Schweißgeruch ist das Deo Spray. Sie sind einfach in der Anwendung, trocknen schnell und lassen keine Rückstände auf der Haut. Da sie nicht direkt mit der Haut in Kontakt kommen, sind sie auch sehr hygienisch. Es gibt sie als übliche Sprays, als Pumpspray oder aber als Natural Spray.

Sehr Kompakt und auch sehr bekannt sind die Deo Stick und Roll-Uns. Sie werden gezielt angewendet und sind dadurch auch relativ sparsam im Verbrauch. Auch bei dieser Variante trocknet das Deo relativ schnell, bei Deo Stick sogar sofort da sie eine Feste Form haben, eher wie ein Seifenstück. Der Deo Roll-on hat eine Cremige Konsistenz, über eine rollende Kugel wird dieses Deo auf die Haut aufgerollt. Der Vorteil an den Roll-ons oder Deo Stick ist, dass sie meistens einen pflegenden Stoff in sich haben der die Haut geschmeidig hält. Es gibt dann auch Deo Kristalle die auch direkt auf die Haut aufgetragen werden, sie sehen aus wie Kristalle, daher kommt der Name.

Gerade wenn es sehr warm ist benutzen viele sehr gern das Deo Puder. Auch Kosmetikerinnen greifen of darauf zurück denn der im Puder enthaltene Talk wirkt Schweißabsondernd und Achselnässe wird für eine Zeit lang verhindert. Im Deo Puder kommt häufig Natron vor, dieses neutralisiert den ph-Wert der Haut. Durch die pludrige Konsistenz könnte es aber sein das sie Rückstände auf der Kleidung hinterlassen. Das Puder ist auch für andere Körperpartien geeignet wie z.B. Schweißfüße.

Für unterwegs sind Deo Tücher optimal. gerade wenn Du keine Deoflasche mitschleppen möchtest und diese auch nicht so auffällig zwischendurch rumsprechen magst. Deo Tücher sind dezent und hygienisch, perfekt für die Auffrischung zwischendurch.

Antitranspirantien oder auch Anti -Perspirantien wirken, wie ober schon erwähnt, nicht nur gegen den Geruch sondern hemmen auch die Schweißbildung. Sie enthalten aber Aluminiumhydroxychlorid oder Aluminiumchlorhydrat, diese Wirkstoffe stehen im Verdacht Brustkrebs auszulösen und sind deshalb in der Kritik.

Was auch sehr interessant ist, wie ich finde, sind Achselpads. Diese werden in das T-shirt im Achselbereich eingeklebt und nehmen so den Schweiß auf bevor er sich auf der Kleidung bemerkbar macht. Solche Pads gibt es auch für den Rücken, dies wird aber eher von Männern benutzt.

In der Naturkosmetik gibt es auch Deo Produkte. Besonders beliebt sind hier Deo Cremes im Tiegel. Die Inhaltsstoffe sind hier natürlich, also es kommen keine synthetischen Inhaltsstoffe in die Deo Cremes. Auch auf Alkohol wird meist verzichtet.

Egal für welche Methode Du  bevorzugst, es hilft dir gepflegt dein Arbeitsalltag zu meistern.

Ich gebe Dir jetzt noch ein DIY Rezept für eine natürliche Deocreme die ich persönlich ganz gelungen finde. Du brauchst dafür 11 TL Natron, 9 TL Stärke, 6 TL Kokosöl, 4 TL Sheabutter, 5-10 Tropfen Ätherisches Öl Salbei. Du schmilzt das Kokosöl, die Sheabutter und das ätherische Öl langsam bei geringer Hitze in einem Topf. Mit einem Stabmixer solltest Du das Natron in ganz feines Pulver verwandelt werden. Jetzt die Stärke zum feinen Natron hinzufügen und die Ölige Masse vom Topf. Mit dem Pürierst die Masse schön cremig mixen. Jetzt kannst du die fertige Deocreme in ein Tiegel füllen und 24 Stunden stehen lassen damit es etwas aushärtet. Schon hast du eine selbstgemachte Deocreme. Als Tip: Dieses Rezept eignet sich auch als schönes Kundengeschenk.

Deine Milena von My-Beauty-Campus

 

 

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